Hörbuch Hamburg - Label

Eine Melange aus Leidenschaft und dem richtigen Riecher für den Markt veranlasste Margrit Osterwold, bis dato Werbeleiterin in verschiedenen Buchverlagen, 1999 einen eigenen Hörbuchverlag zu gründen. Die erste Vorschau von Hörbuch Hamburg umfasst noch überschaubare zehn Titel, Margrit Osterwold ist Lektorin, Regisseurin und Vertriebsleitung in einem. Langsam, aber stetig wächst der Verlag, zwei Jahre später wird die erste Mitarbeiterin eingestellt. Von 2001 bis 2004 erfährt der gesamte Hörbuchmarkt einen Schub, das Medium findet immer mehr Liebhaber. Die Belebung des Marktes bedeutet für Hörbuch Hamburg aber nicht nur ein gutes Geschäft, auch die Konkurrenz wächst rapide, die Buchverlage gründen eigene Hörbuchlabel. Mit einem hohen Anspruch an die Qualität ihrer Produktionen und großem Engagement behaupten die Mitarbeiterinnen von Hörbuch Hamburg trotzdem einen dritten Platz unter den umsatzstärksten der unabhängigen Hörbuchverlage. Dazu hat das neue Kinder- und Jugendhörbuchprogramm Silberfisch beigetragen, das im Herbst 2007 gestartet ist und es mit Meg Rosoffs So lebe ich jetzt, mit Jeanne Birdsalls Die Penderwicks, mit Andreas Steinhöfels Rico und Anne C. Voorhoeves Liverpool Street bereits in die hr2-Hörbuchbestenliste geschafft hat.

Insgesamt kann der Verlag an der Elbchaussee mit über 400 Produktionen aufwarten, viele davon prämiert wie beispielsweise Peter Simonischeks Lesung Der Meister des Jüngsten Tages mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2008 und Monica Bleibtreus Lesung Tannöd von Andrea Maria Schenkel, die mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2007 und der Corine ausgezeichnet wurde. Das Vertrauen in Talente wie Andrea Maria Schenkel, deren Lesungen inzwischen Bestseller sind, gehört zur Verlagspolitik: Auch die Werke von Walter Moers, Max Goldt, Eoin Colfer, Anna Gavalda, Markus Heitz, Andreas Steinhöfel und Åsa Larsson erscheinen kontinuierlich bei Hörbuch Hamburg.

Um aus einem guten Text auch ein gutes Hörbuch zu machen, steht ein vielstimmiges Sprecherensemble zur Verfügung, das jeder Lesung den richtigen Ton verleiht. Unter anderem sprechen für Hörbuch Hamburg Rufus Beck, Dietmar Bär, Monica Bleibtreu, Matthias Brandt, Charles Brauer, Heikko Deutschmann, Sebastian Koch, Walter Kreye, Eva Mattes, Nina Petri, Ulrich Pleitgen und Katja Riemann.

Große Texte und große Stimmen verleiten dazu, Großwerke anzuschieben: die Neuübersetzungen von Tausendundeine Nacht von Claudia Ott beispielsweise, ungekürzt erschienen auf 24 CDs. Oder – ebenfalls ungekürzt – Stendhals Rot und Schwarz, das man sich 20 Stunden lang von Heikko Deutschmann vorlesen lassen kann sowie Gustave Flauberts Madame Bovary in einer hoch gelobten Lesung von Ulrich Pleitgen. Oder John Irvings Gottes Werk und Teufels Beitrag, auf 23 CDs von Rufus Beck gelesen.

Im Netz:
http://www.hoerbuch-hamburg.de